11. März 2020

Aktuelle Information zum Coronavirus

Aktuelle Information zum Coronavirus vom 11.01.2021

Liebe Eltern unserer Schülerinnen und Schüler

 

Am 05.01. 2021 haben Bund und Länder mit Blick auf die weiterhin sehr hohen Infektionszahlen in vielen Teilen der Republik sich darauf verständigt, die seit dem 16.12.2020 geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus und damit den zweiten harten Lock-down bis Ende Januar 2021 zu verlängern und in einigen Punkten auch zu verschärfen.

Die neue, aktualisierte Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg tritt am 11.01.2021 in Kraft und gilt gemäß § 21, Abs. 2 CoronaVO bis zum 31.01.2021.

Sie beinhaltet im Hinblick auf die Musikschulen folgende Regelung:

 

Gemäß § 1b und § 1d der neuen CoronaVO ist allen kulturellen Einrichtungen und allen Einrichtungen der außerschulischen Bildung bis zum 31.01.2021 der Betrieb mit Publikumsverkehr untersagt.

Die Untersagung des Präsenzunterrichts gilt weiterhin für alle öffentlichen und privaten Musikschulen und auch alle Privatmusikerzieher.

 

Damit ist auch der Präsenzunterricht von Musikschullehrern in privaten Räumen zuhause nicht möglich. Eine Differenzierung enthält die Verordnung im Hinblick auf Abiturvorbereitung und die Vorbereitung auf „Jugend musiziert“. Damit ist Präsenzunterricht für Abi-Vorbereitung erlaubt, Wettbewerbsvorbereitung jedoch nicht. Im Wortlaut:

 

Gemäß § 1 b Abs. 2 Nr. 4 CoronaVO sind hingegen im Präsenzbetrieb durchzuführende Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen (weiterhin) erlaubt.

Zu den Prüfungsvorbereitungen, die in Präsenzform durchgeführt werden kann, gehört grundsätzlich auch die Vorbereitung auf das fachpraktische Abitur und die Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung an einer Hochschule.

Gemäß § 1f, Abs. 2, Nr. 4 ist eine Prüfungsvorbereitung in Präsenzform jedoch nur dann zulässig, wenn dies „zwingend erforderlich“ ist. Nach Mitteilung des Kultusministeriums ist die die § 1 b Abs. 2 Nr. 4 CoronaVO

formulierte Regelung, ihrem Charakter als Ausnahme entsprechend, äußerst eng auszulegen. Prüfungsvorbereitung im Präsenzbetrieb ist demnach nur möglich, wenn

  • in zeitlicher Hinsicht die Vorbereitung gerade jetzt, d.h. bis zum 31.01.2021 erfolgen muss, und zugleich
  • in pädagogisch-didaktischer Hinsicht ein Präsenzbetrieb unabweislich ist und nicht, auch nicht teilweise, durch Onlineangebote ersetzt werden kann ohne einen persönlichen Nachteil der davon betroffenen jungen Leute zu verursachen.

Ist eine teilweise Ersetzung des Präsenzunterrichts zur Vorbereitung auf das fachpraktische Abitur oder eine Aufnahmeprüfung an einer Hochschule durch einen online-Unterricht möglich, ist laut Mitteilung des Kultusministeriums

ein Präsenzbetrieb nicht zulässig.

Das Kultusministerium hat den Landesverband in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in jedem Fall der Vorbereitungsunterricht in Präsenzform auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen ist.

Wir bitten alle Leitungen, Träger und Mitarbeitenden der Musikschulen sehr nachdrücklich darum, diese Hinweise des Kultusministeriums zu beachten.

Das Kultusministerium hat ferner ebenfalls darauf hingewiesen, dass die in § 1 b Abs. 2 Nr. 4 CoronaVO formulierte Ausnahmeregelung ausschließlich für Prüfungsvorbereitungen im Zusammenhang mit dem fachpraktischen Abitur oder mit Eignungsprüfungen für den Hochschulzugang zur Anwendung kommen kann.

 

Eine Vorbereitung in Präsenzform auf die Teilnahme am Wettbewerb Jugend Musiziert ist daher nicht zulässig. Der Wettbewerb „Jugend Musiziert“ ist nach Auffassung des Landes keine Prüfung, sondern ein Wertungsspiel.

 

 

Das Kultusministerium hat uns zudem gebeten, weder nach Lücken in den Verordnungen zu suchen, noch die vorhandenen Ausnahmeregelungen extensiv zu nutzen. Wichtig und für den Erfolg der Maßnahmen entscheidend sei, dass jeder in großer Verantwortung seinen Teil dazu beiträgt, das Infektionsgeschehen deutlich zu reduzieren.

 

Liebe Eltern, viele unserer Lehrkräfte und viele von Ihnen haben gehofft, dass sich angesichts unseres ausgeklügelten und 3-fach aktualisierten Hygienekonzeptes ein Weg finden ließe im Neuen Jahr wieder in den Präsenzunterricht einzusteigen. Es ist schmerzhaft, dass dies nun, auch angesichts steigender Infektionszahlen und geschlossener Schulen, nicht geht und wir auf die Möglichkeiten des Online-Unterricht zurückgreifen müssen. Uns bleibt die Hoffnung, dass die Infektionszahlen sinken und wir mit dem Ende der Gültigkeit der Verordnung, ab dem 01. Februar, wieder in den Präsenzunterricht einsteigen dürfen. Viele von Ihnen wissen den Wert des Musizierens zuhause und der individuellen Betreuung und Begleitung durch eine Lehrkraft in Zeiten zu schätzen, in denen Kinder und Jugendliche Freundinnen und Freunde nicht treffen dürfen und viele Stunden vor dem Computer und an Bildschirmen verbringen müssen. Dafür bedankt sich ganz herzlich,

 

Ihre Jugendmusikschule Südlicher Breisgau,

Joachim Baar, Schulleiter

Aktuelle Information zum Coronavirus vom 2.11.2020

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Eltern unserer Schülerinnen und Schüler,

wie bekannt haben die Bundesregierung und die Ministerpräsident*innen der Bundesländer am 28.10.2020 als Reaktion auf die in den vergangenen Wochen stark steigenden Zahl an Covid19-Infektionen eine Reihe von unterschiedlicher Maßnahmen beschlossen, die im Ergebnis einen zweiten „Lockdown“ für weitere Teile des öffentlichen Lebens bedeuten.

Zwischenzeitlich hat die Landesregierung von Baden-Württemberg die rechtlichen Grundlagen für die Umsetzung der beschlossenen neuen Maßnahmen bzw. Einschränkungen geschaffen. Die Corona-Verordnung des Landes wurde entsprechend geändert.

Für den Unterrichts- und Veranstaltungsbetrieb der öffentlichen Musikschulen des Landes Baden-Württemberg gilt ab dem 02.11.2020

  1. Eigener Unterrichtsbetrieb der Musikschulen

Der Betrieb an den baden-württembergischen Musik- und Kunstschulen ist weiterhin erlaubt. Die seit dem 23.10.2020 geltende Corona- Verordnung Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen gilt weiter unverändert. Sie wurde im Kontext des am 28.10.2020 beschlossenen zweiten

„Lockdowns“ ab dem 02.11.2020 nicht geändert.

Die Musikschulen werden ab Montag, den 2.11.2020 ihren Unterrichtsbetrieb unter den Bedingungen wieder aufnehmen, die am letzten Tag vor den Herbstferien bestanden. Für den Unterricht in Blasinstrumenten und im Fach Gesang gelten weiterhin die bisherigen Abstandsregeln und weiterhin ist im elementaren, instrumentalen und vokalen Gruppenunterricht sowie im Ensembleunterricht ein Unterricht mit maximal 20 Personen zulässig. Faktisch sind damit hinsichtlich der Durchführung ihrer Bildungsarbeit die Musikschulen in der am 2.11.2020 beginnenden neuen Phase der Corona-Pandemie mit den allgemein bildenden Schulen gleichgestellt.

  1. Nutzung schulischer Räume für den Musikschulunterricht

Für den Betrieb der allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Baden-Württemberg nach den Herbstferien gibt es keine wesentlichen Änderungen. Der Unterricht an den Schulen im Land kann unter den bisher geltenden Regeln weiter stattfinden. Die „Corona-Verordnung Schule“ wurde nicht verändert. Dies bedeutet u. a., dass das Land die Nutzung schulischer Räume für den Musikschulunterricht unter denbekannten Bedingungen weiterhin erlaubt.

  1. Bildungskooperationen von Musikschulen mit Schulen und Kitas

Ebenso ist den Musikschulen weiterhin (und gleichfalls unter den in der „Corona-Verordnung Schule“ genannten Bedingungen) die Bildungsarbeit im Rahmen von Kooperationen mit allgemein bildenden Schulen möglich, wenn diese seitens der Schule als außerunterrichtliche Angebote und/oder

als schulische Veranstaltungen definiert sind. Auch die Möglichkeiten der Kooperation von Musikschulen mit Kindertageseinrichtungen werden seitens des Landes nicht eingeschränkt. Für den Betrieb von Kindergärten und Kindertagesstätten gelten weiter die Bestimmungen der Corona-Verordnung Kita vom 29.06.2020.

  1. Veranstaltungen

Gemäß der geänderten Corona-Verordnung des Landes sind ab dem 2.11.2020 und zunächst bis zum 30.11.2020 sämtliche Veranstaltungen mit Publikumsverkehr untersagt. Hierzu zählen unter anderem auch Konzerte, Vorspiele und andere musikalische Veranstaltungen der Musikschulen. Die Musikschulen teilen hier das Los anderer kleiner und großer Kultureinrichtungen sowie der Vereine der Amateurmusik.

  1. Proben

Ebenso wie der Amateurmusik ist den Musikschulen jeglicher Probenbetrieb mit mehr als 20 Personen ab dem 02.11.2020 untersagt.

  1. Abstandsregeln

Gemäß § 2, Abs. 1 CoronaVO muss im öffentlichen Raum ein Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern eingehalten werden, sofern nicht die Einhaltung des Mindestabstands im Einzelfall unzumutbar, dessen Unterschreitung aus besonderen Gründen erforderlich oder durch

Schutzmaßnahmen ein ausreichender Infektionsschutz gewährleistet ist.

 

Aktuelle Information zum Coronavirus vom 6.5.2020

Liebe Eltern unserer Schülerinnen und Schüler

Ich kann Ihnen heute die erfreuliche Mitteilung machen, dass aufgrund einer Verordnung des Kultusministeriums von gestern, 5. Mai, Musikschulen im Land ihren Betrieb unter Auflagen und schrittweise wieder aufnehmen dürfen. Ab Mittwoch, 6. Mai 2020 starten wir mit der eingeschränkten Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts im Einzelunterricht.

In einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung haben wir in den vergangenen Wochen durch den unermüdlichen Einsatz aller Kolleginnen und Kollegen viel geleistet, um die Schülerinnen und Schüler trotz der drastischen Einschränkungen, über Online- und Videounterricht zu fördern und zu unterstützen. Doch auch das beste Video-Tutorial ist kein Ersatz für einen Musikunterricht von Angesicht zu Angesicht und von Ohr zu Ohr. Ich freue mich sehr, dass nun wieder echte Begegnungen zwischen Lehrkräften und Schülern möglich sind.

In diesem ersten Schritt leider noch ausgeschlossen ist Unterricht an Blasinstrumenten oder in Gesang in öffentlichen Räumen der Musikschule.
Was Unterricht in privaten Räumen von Musikschullehrkräften angeht, ist dies jedoch nach Gleichstellung mit Privatmusiklehrern und Freigabe des Sozialministeriums und der Ordnungsämter nach Absprache mit der Lehrkraft im Einzelfall möglich. Bedingung ist die entsprechende Raumgröße und Ausstattung durch Folientrennwände. In allen anderen Fällen bleibt es für Bläser und Sänger zunächst beim Onlineunterricht.

 

Was den Unterricht in öffentlichen Schulen, - also nicht Vereinsräumen und musikschuleigenen Räumen - angeht, sind wir derzeit noch in Abstimmung, in welchen Schulen, für die ja ein grundsätzliches Betretungsverbot gilt, wir Räume nutzen dürfen. Hier besteht noch, von Gemeinde zu Gemeinde verschieden, „Auslegungs- und Abstimmungsbedarf“. Über die Entwicklung halten wir Sie über unsere Lehrkräfte auf dem Laufenden.

 

Die vorsichtige Öffnung, bzw. der Wiedereinstieg erfolgt für alle Beteiligten auf Basis der Freiwilligkeit und in gegenseitiger Absprache. Möglicherweise gibt es Gründe, z.B. wenn ein Familienmitglied zur Risikogruppe gehört oder Eltern Bedenken haben, den Online-Unterricht noch eine Weile fort zu setzen. Unsere Lehrkräfte werden nicht verpflichtet sofort in den Präsenzunterricht zu wechseln.

 

Außerdem möchten wir Sie bitten, Ihre Kinder schon bei milden Symptomen oder ersten Corona-verdächtigen Anzeichen nicht zum Unterricht schicken. Dasselbe gilt für Kinder, die in Kontakt zu einer infizierten Person stehen oder standen, wenn seit dem Kontakt noch nicht 14 Tage vergangen sind.

 

Zum schrittweisen Wiedereinstieg gehört auch die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften:

 

So muss während der gesamten Unterrichtszeit unter anderem ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern zwischen den anwesenden Personen eingehalten werden. Des Weiteren bestehen in den Gebäuden ausreichende Gelegenheiten zum Waschen der Hände. Hygienemittel wie Seife und Einmalhandtücher, Einweghandschuhe beim Stimmen der Streichinstrumente, etc., stehen zur Verfügung. Die Räume werden mehrmals täglich für einige Minuten gelüftet. Instrumente, Werkzeug und Geräte werden während des Unterrichts nicht durch die Lehrkräfte und Schüler gemeinsam genutzt. Der Unterrichtsbeginn soll möglichst versetzt erfolgen, damit sich die Schüler nicht begegnen.

 

Liebe Eltern, in der Krise rücken alle zusammen, lernt man sich kennen und agiert solidarisch. Ein großes Dankeschön liebe Eltern für Ihre Solidarität, Großzügigkeit und Unterstützung in dieser Krise, in die wir alle unverschuldet hineingeraten sind! Ein riesiges Dankeschön allen, die uns schreiben, anrufen oder auf andere Art ihre Unterstützung bekunden!

Auch unseren Lehrerinnen und Lehrern, die sich um durch diese schwierige Zeit zu kommen, kreativ und mit Humor, an den Displays, Telefonen, Bildschirmen und mit den Kopfhörern, in den vergangenen 7 Wochen mit langem Atem engagiert haben, möchte ich dafür dass uns das gemeinsam bisher so gut gelungen ist, ganz herzlich danken!

Sobald sich das Infektionsgeschehen stabilisiert, werden von Seiten des Kultusministeriums weitere Schritte erfolgen. Dies betrifft insbesondere auch den Unterricht an Blasinstrumenten und Gesang in den Räumen der Musikschule und das Unterrichten in unseren größeren Orchester- Ensemble und Big Band-Formaten, da dort die derzeit gültigen Obergrenzen, wie viele Personen sich in einem Raum aufhalten dürfen, nicht eingehalten werden können.

Mit herzlichen Grüßen,

Joachim Baar,
Leiter der JMS Südlicher Breisgau

Aktuelle Information zum Coronavirus vom 2.4.2020

Liebe Eltern unserer Schülerinnen und Schüler 

Ihre überwiegend positive Resonanz auf die ersten beiden Wochen Online-Unterricht hat uns überwältigt und sehr gefreut! Haben Sie herzlichen Dank für Ihre zahlreichen Rückmeldungen und auch für die hilfreichen technischen Tipps! Überwältigt hat uns auch die Bereitschaft und das enorme Engagement unserer Lehrkräfte und unserer Verwaltung, mit der sich alle auf die neue Situation eingestellt haben. Dafür Allen ein großer Dank!

Wie Sie wissen ist Online-Musikunterricht absolutes Neuland für uns. Wir haben gefühlt innerhalb einer Woche mit 2700 Schülern ein komplett neues Unternehmen gegründet. Haben Sie daher bitte Nachsicht mit uns, wenn es manchmal, vor allem auch technisch, nicht ganz reibungslos verläuft! Die Onlinestunden und der Telefonunterricht unserer Lehrkräfte und MusikerInnen kommen in jedem Fall von ganzem Herzen!

Eltern berichten, dass „der Online-Unterricht wunderbar funktioniert und unser Homeoffice-Dasein mit schönen Klängen bereichert“. Eine Kollegin schreibt: „…am Abend brummt mir der Schädel vom Kopfhörer, aber es entsteht bei einem Großteil der Schüler eine Selbständigkeit, die ich sonst bei einigen bislang vermisst habe. Ein sehr erstaunlicher Effekt!“

Die Umstellung auf Online-Unterricht ist für alle mit erheblichem Mehraufwand verbunden. Dass die neue Unterrichtssituation und der soziale Kontakt mit unseren Lehrkräften in der Zeit der Krise auch als Bereicherung empfunden werden kann, auch im Hinblick auf das soziale Leben in der Familie, das nun oft auf engerem Raum stattfinden muss, freut uns! Wir wollen nicht, dass unsere Kinder nach der Krise internetsüchtig sind oder in einen ungesunden Lebensstil verfallen. Hier hilft Musizieren unter Betreuung und Anleitung unserer Lehrkräfte! 

Dass in der aktuellen gegenwärtigen Situation „Musik etwas Heilendes, beinahe Rettendes“ haben kann, bestätigt auch Igor Levit, einer der großen Pianisten des Jahrhunderts. Sein jeden Abend um 19 Uhr gestreamtes Hauskonzert entwickelt sich gerade zu einer Art musikalischem Lagerfeuer des Landes.
Igor Levit: „Warum brauchen Menschen jetzt Musik?“:

https://open.spotify.com/episode/2BGSq30ZnnwhX15zkbf4mN?si=NbzdhbgOTC6UTcTGoZ6TzA

Einige wichtige Informationen für Sie als Eltern:

Obwohl das Feedback aus den ersten 2 Wochen des Videounterrichts, wie gesagt, ganz überwiegend positiv ist, haben wir uns entschieden, die im Februar zum 1. April angekündigte Gebührenerhöhung zunächst bis zum Wiedereintritt des regulären Unterrichts auszusetzen.

Grundsätzlich sind wir aber sehr dankbar, wenn Sie als Eltern auch im Monat April aus Solidarität mit unseren Lehrerinnen und Lehrern, der Jugendmusikschule treu bleiben und Ihre Unterrichtsentgelte weiter entrichten. Auf Anfrage können wir ebenfalls schnell und unbürokratisch eine steuermindernde Spendenbescheinigung für den Monat April ausstellen.

In allen Fällen, in denen es mit dem digitalen Unterricht aus verschiedensten Gründen jetzt oder nach dem 20. April nicht klappt, setzen Sie sich mit uns bitte wegen einer Rückerstattung in Verbindung. Dies gilt insbesondere auch wenn Sie als Eltern in eine wirtschaftliche Notlage geraten.

!Bitte greifen Sie nicht einfach zum Mittel der Rücklastschrift, denn dadurch entstehen der JMS in der Summe hohe Kosten! Schreiben Sie uns oder rufen Sie an, wir finden eine schnelle, einfache und unbürokratische Lösung! (mail@jms-breisgau.de; Tel. 07633/82711)

Nach wie stehen ebenfalls auf Anfrage, ähnlich den öffentlichen Schulen, Lehrkräfte für Notfall-Betreuung zur Verfügung, wo von Ihrer Seite als Eltern aus beruflichen Gründen Bedarf besteht.

Die Schulschließung gilt derzeit nach Verordnung des Landes Baden-Württemberg bis
19. April, also bis zum Ende der Osterferien.
Diskussionen darüber, ob dieser Termin zu halten ist, verfolgen wir alle täglich in allen Medien. Solange uns nicht andere Informationen vorliegen, sind wir zunächst zuversichtlich, dass wir danach entweder unseren regulären Unterrichtsbetrieb wieder aufnehmen oder eine Gleichstellung mit dem Einzelunterricht privater Musiklehrer in Kraft tritt. Dazu haben wir viele Anfragen erhalten. Denn, nicht für jeden nachvollziehbar, zählen „zu den Geschäften und Betrieben, die weiterhin geöffnet bleiben bzw. ihren Betrieb weiterführen dürfen, auch Privat-Musiklehrer mit Einzelunterricht“.

Jedoch: Musikschulen fallen als „Bildungseinrichtungen“ unter § 4 der Corona-Verordnung und dürfen aus diesem Grund für die Dauer der Verordnung keinen Präsenzunterricht in öffentlichen Räumen, Räumen der JMS oder in Privat-Räumen von Musiklehrern anbieten. Das Ansteckungsrisiko gilt, gerade auch wenn mit mehreren Schülern hintereinander an einem Tag Einzel-Präsenzunterricht abgehalten wird, als derzeit noch zu hoch.

Ob sich diese Einschätzung von Seiten der Landesregierung bis nach dem 20. April ändert, darüber werden wir Sie, liebe Eltern, auf dem Laufenden halten! 

Mit freundlichen Grüßen 

Joachim Baar, Schulleiter der JMS Südlicher Breisgau 

PS: Beispiele aus der Unterrichtspraxis in Zeiten von Corona: wer möchte, macht einfach mit!

Chorunterricht für die Kinder der Grundschule Staufen mit unserer Kollegin Lena Knobloch:

https://www.youtube.com/watch?v=zb-vnHEKA7Q&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=gesWrn8bcQg

Schlagzeugunterricht mit Arno Pfunder:

https://www.youtube.com/watch?v=WkEsqemGRTI&list=PL5T6FxwmyRLJllz9Vlp5Jn4gT6VJhlx_K&index=3&t=0s

Information zum Coronavirus vom 17.3.2020

Liebe Eltern unserer Schülerinnen und Schüler 

Die Lage ist nicht mehr dieselbe wie vor wenigen Tagen. Sie hat sich mit Bekanntgabe der Schließung der öffentlichen Schulen dynamisch entwickelt und wir müssen uns mit unseren Entscheidungen dieser Lage anpassen.

Wir haben seit dem Wochenende, gestern und heute lange beraten, wie wir als Jugendmusikschule mit der aktuellen Situation umgehen können und sind in Abstimmung mit den beiden Vorsitzenden der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau, den Bürgermeistern, Herrn Benitz (Staufen) und Herrn Kieber (Bad Krozingen) zu folgendem gemeinsamen Entschluss gekommen: 

Wir schließen ab Dienstag, 17. März 2020 unsere Türen! Unser derzeitiger Plan ist, ab Montag 20. April unseren regulären Unterrichtsbetrieb wieder aufzunehmen. Dies gilt für Musikschulen von Offenburg über Freiburg bis Lörrach. Am Montag, 16.03.2020, soll der Unterricht aber noch regulär stattfinden. Wenn Sie – auch im eigenen Interesse – dieses Angebot nicht nutzen wollen, sagen Sie bitte den Unterricht direkt bei der jeweiligen Lehrkraft ab. Die Ensembles, Orchester und Chöre proben am Montag nicht mehr.

Grund für diese Maßnahme ist die Vorgabe „Sozialkontakte auf ein Minimum zu reduzieren“, sowie die Tatsache, dass 90% unseres Unterrichts in öffentlichen Schulen stattfindet, die ab Dienstag geschlossen sind. Davon betroffen sind ca. 1050 Unterrichtseinheiten wöchentlich in 13 Mitgliedsgemeinden und 14 Teilorten an mehr als 90 Unterrichtsstätten. Da etliche unsere 97 Lehrkräfte jede Woche bis zu 50 und mehr Schüler unterrichten, ist das Ansteckungsrisiko einem Klassenlehrer vergleichbar, auch wenn die JMS-Lehrkraft die Schüler einzeln über die Woche verteilt trifft. Wir folgen daher der politischen Vorgabe: „Jeder vermiedene Kontakt hilft bei der Unterbrechung der Infektionskette“.

Unsere Lehrkräfte sind jedoch keinesfalls „beurlaubt“. Präsenzunterricht findet nicht statt. Stattdessen nutzen wir, wo technisch möglich, die Möglichkeiten, die heute durch das Internet für Online-Unterricht zur Verfügung stehen. 

Welche Möglichkeiten gibt es?

  • Unterricht über Skype, in frei zu vereinbarenden Zeiträumen, auch vormittags
  • Über die Videofunktion von WhatsApp (nahezu jeder Schüler besitzt ein Handy)
  • Mit telefonisch abgesprochenen, schriftlichen Aufgaben aus dem Musiktheoriebereich
  • Anstelle der einmaligen Unterrichtsstunde ergeben sich nach zeitlicher Absprache, Möglichkeiten des Übecoachings per WLAN in kleineren Zeiteinheiten, mehrfach wöchentlich, auch vormittags.
  • Sowie weitere Formen, die in den nächsten Tagen aufgrund kreativen Austauschs im Kollegium entstehen (wir halten Sie auf dem Laufenden)

Unterricht findet also in neuem, anderem Rahmen statt. Einige Eltern haben schon am Wochenende begonnen ihren Kindern die nötige Technik zur Verfügung zu stellen. Bitte geben Sie auch unseren Lehrkräften, vor allem in der ersten Woche Zeit, sich unter den neuen Verhältnissen zurecht zu finden. Wir üben alle noch! Unsere Lehrkräfte sind über ihre neuen Erfahrungen untereinander im Austausch und beraten sich gegenseitig. Wir sind dazu auch in Kontakt mit anderen Musikschulen der Region.

Als Geste der Solidarität stellen sich unsere Lehrkräfte in unseren Mitgliedsgemeinden als Notfall-Betreuer in Kleinstgruppen für Kinder, deren Eltern beide berufstätig sind, zur Verfügung. Dazu sind wir in Kontakt mit Rathäusern, Schulen und Kita´s. Eltern der JMS können sich bei Bedarf direkt an uns wenden!

Insgesamt gibt es im Kollegium der Jugendmusikschule neben großer Betroffenheit und Ängsten, wie mit der Situation umzugehen ist, eine große Bereitschaft mit vielen, auch unkonventionelle Ideen Lösungen zu finden und Solidarität zu zeigen.

Dabei hilft uns die Tatsache, dass unsere Schüler nun viel Zeit zum Üben und Musizieren haben. Der Verzicht auf den direkten Lehrer-Schüler-Kontakt ist schmerzhaft. Lassen Sie uns vorübergehend alle heute technisch zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um diesen Mangel zu überbrücken!          

Wie gesagt, Absicht ist ab Montag 20. April unseren regulären Unterrichtsbetrieb wieder aufzunehmen. Wir hoffen bis dahin auf Ihr Verständnis! Wir sind uns sicher, dass wir diese schwierige Situation gemeinsam bewältigen!

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Baar, Leiter der JMS Südlicher Breisgau

 

PS: Wussten Sie, dass die Berliner Philharmoniker, wie viele andere Orchester auch, ihren Online-Live- Konzert-Zugang für einen Monat kostenlos gemacht haben? Gönnen Sie sich mit Ihren Kindern ein einmaliges Musikerlebnis:
https://www.berliner-philharmoniker.de/en/titelgeschichten/20192020/digital-concert-hall/