Musikklasse von Faust-Gymnasium und Jugendmusikschule Südlicher Breisgau

   

Die Musikklasse des Faust-Gymnasiums Staufen ist ein Angebot, das die Schule in enger Kooperation mit der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau (JMS) seit 16 Jahren erfolgreich in jeweils einer 5. und 6. Klasse umsetzt. Mit diesem Projekt bewirbt sich die JMS nun um den Musikschulpreis Baden-Württemberg 2024, der in diesem Jahr unter dem Motto „Kreativ kooperieren – miteinander für die Gemeinschaft“ steht.

Ein Mittwoch, 12.15 Uhr, die letzte Unterrichtsstunde des Schulvormittags beginnt. Dennoch sind die 27 Schülerinnen und Schüler der 6e bei der Ensembleprobe der Musikklasse hellwach, als Musiklehrerin Stefanie Braitsch die Kinder zum Einspielen auffordert. „Spielt mal bitte alle den Swing Groove, Dubidu da – dudap da“, fordert sie das Orchester auf, das aus Bläserinnen und Bläsern an Querflöte, Klarinette, Saxofon und Trompete besteht, hinzu kommt eine Rhythmusgruppe mit Kontrabass und E-Bass, E- und klassischer Gitarre, Keyboard, Klavier, Schlagzeug und Snaredrum. Nach mehreren getrennten Proben von Bläsern und Rhythmusgruppe steht heute wieder eine gemeinsame Probe an. „Spirit of New Orleans“ heißt das Stück, dass das Orchester dann anstimmt. „Fürs erste Mal war das ganz gut“, sagt die Lehrerin, bevor sie einzelne Stellen mit den Instrumentengruppen übt. Die Kinder sind konzentriert dabei, einzelne wiegen sich im Takt mit, der Groove ist also bereits da.

 Das Konzept der Musikklasse besteht aus zwei Musikstunden pro Woche plus einer zusätzlichen Orchesterprobe. Alle Kinder haben sich speziell für dieses Angebot angemeldet und spielen ein Instrument. Welches, entscheiden sie selbst. Die Stücke, die das Orchester dann einstudiert, müssen die Lehrkräfte entsprechend arrangieren. Etwa die Hälfte der Kinder hat bereits an der Grundschule an einer speziellen Bläser- oder Streicherklasse teilgenommen, einem vorbereitenden Angebot der Jugendmusikschule in Kooperation mit Grundschulen und Musikvereinen. Zusätzlich zum dreistündigen Musikunterricht haben die Kinder Instrumentalunterricht, gut zwei Drittel bei einer Lehrkraft der JMS. „Je nachdem, wie schwer ein Stück ist, übe ich es auch mit meiner Lehrerin im Einzelunterricht“, sagt Lucia Führer. So machen es die meisten, vor allen Dingen, wenn ein Auftritt wie beim Weihnachts- oder Sommerkonzert der Schule ansteht.

„Ich finde es cool, mit 26 anderen zusammen zu musizieren, das klingt viel schöner, als wenn ich alleine spiele“, meint Moritz Ilg. Sein Klassenkamerad Laurenz Güntert ergänzt: „Vor allen Dingen ist es toll, dass ich auch in der Schule Klarinette spielen kann und nicht nur im Einzelunterricht.“ Auch Lehrerin Stefanie Braitsch und ihr Kollege Martin Winter, der die Musikklasse der 5. Klasse leitet, sind sehr froh darüber, dass die Schule dieses musikalische Angebot trotz G8 machen kann. „Der Teamaspekt ist sehr wichtig für uns, man merkt das die Klasse sehr schnell zusammengewachsen ist, obwohl viele Kinder sich nicht kannten“, sagt Stefanie Braitsch, „das ist echte musikalische Breitenförderung.“

 

 

 

 

 

 

 

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