Open-Air-Serenade mit Brunnengeplätscher

Schülerkonzert der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau in Merzhausen

„Wir haben lange darauf hin gefiebert, endlich wieder auf die Bühne zu dürfen!“ Mit diesen Worten begrüßte Bereichsleiterin Isabel Lehmann das Publikum, das sich zu diesem Konzert ringsum auf den Stufen vor dem Rathaus verteilt hatte. Vier Monate lang durfte man nicht auftreten, zwei Monate lang gab es nur Online-Unterricht – das Verlangen nach Live-Musik lag an diesem Abend regelrecht in der Luft. Dieses schien sich auch auf die Nachbarschaft zu übertragen. So gesellten sich nach und nach auch Radfahrer und Passanten, teils aus dem angrenzenden Seniorenheim dazu, um dem abendlichen Konzert zu lauschen.

Die Jüngsten machten wie immer den Anfang: Beherzt trugen erst Emma Bölke und Elena Abassa Ayogo aus der Klasse Lena Gersbacher (Oboe), dann Jette Dilger auf der Blockflöte (Kl. Hanna Schüly) einige kleine Stückchen vor. Antonia Kienzle und Lilli Künstle lieferten im Wechsel auf der Klarinette sehr feine Beiträge (Kl. Nicole Krüger). Fast schon Symbolcharakter bekam an diesem Abend das traditionelle schottische Stück „Should old Acquaintance be forgot“, das Ferdinand Helmke auf der Trompete im Duo mit seinem Lehrer Sebastian Kroll vortrug.

Toll spielten Linn und Marie Kolberg zusammen; auf der Blockflöte interpretierten sie zur Klavier- bzw. E-Piano-Begleitung ihrer Lehrerin eine Gigue I und II von J. Ch. Naudot (Kl. I. Lehmann). Und auch Anna Scherer und Lotta Fromelt (beide Querflöte und jeweils im Duo mit ihrer Lehrerin Anna Galow) beeindruckten die Zuhörer, denen sie zunächst ein Allegro von F. Devienne und im Anschluss zwei zeitgenössische Stücke widmeten. Zweifellos bildete das nun folgende Cello-Quartett (Christina Hänle, Miljan Wachter, Jonas Marx und Insa Hülsebusch (Leitung) einen der Höhepunkte des Abends; die „Elégie“ von J. de Swert tat ihr Übriges – der Beifall wollte nach diesem Beitrag schier nicht enden.

„A little joy“ versprachen indes Jule Harter und Felix Stehlin (beide Saxophon, Kl. H. Schüly), und auch Sarah Sommer (Querflöte) hielt sich mit dem Adagio aus der Sonate e-moll von J.S. Bach an dieses Motto (Kl. A. Galow; am Klavier Gretel Wyneken). Für Abwechs­lung sorgte das anschließende Pop-Medley, auf dem Klavier vorgetragen von Maximilian Müller (Kl. Christian Knobel), bevor mit Jana Scherzinger, Alena Fresing, Laetitia Hormuth und Isabel Lehmann (Leitung), die zwei Stücke von J.S. Bach vortrugen, ein flottes Flötenquartett die Hörerschaft eroberte. Diese bekam von Lara Lormann-Press (Querflöte Piccolo), Pia Gutmann (Querflöte) und Lisa Ruf (Altflöte) noch als krönenden Abschluss das zeitgenössische Stück „Pezzi e favole per flauti“ von J. Reiche serviert. Der lange Applaus zeigte es erneut – nach den langen Monaten der Entbehrung merkten einfach alle, „dass Live-Musik glücklich macht!“, brachte Musikschulleiter Joachim Baar die Situation nochmal auf den Punkt.

(Text und Fotos: Friederike Zimmermann)

 

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