Rechte Hand in den Trichter und los

Instrumentenvorstellung der Jugendmusikschule in der Abt Columban Schule

MÜNSTERTAL. Vier Klassen, sechs Instrumentallehrer – da ist ordentlich was los an der Abt Columban Schule, wo an diesem Vormittag eine Instrumentenvorstellung der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau stattfindet. Damit das in geordneten Bahnen ablaufen kann, werden die Kinder in sechs Gruppen eingeteilt, die dann im Zirkelsystem jeweils das Instrument wechseln.

Geplant ist im kommenden Schuljahr eine Bläserklasse, die nicht nur den Unterrichtsalltag an dieser Schule um etliches bereichert, sondern auch den Kindern das Instrumentalspiel nahebringt. Denn heutzutage ist jede Minute, die ein Kind nicht am Computer, Handy oder vor dem Fernseher verbringt, ein fundamentaler Gewinn für seine Zukunft.

Im ersten Raum hat Carsten Auerbach bereits sein Schlagzeug aufgebaut, das sogleich große Neugier weckt. Er erklärt, dass die Trommeln ursprünglich von einzelnen Musikern gespielt wurden; bis man irgendwann merkte, das punktgenaue Zusammenspiel klappte viel besser, wenn einer alle Trommeln spielte. Nach dieser kurzen Einführung war allen klar: Hier ist Koordination gefragt. Nun durfte sich jeder mal dransetzen und eine leichte Rhythmusabfolge nachspielen. Dabei zeigten sich bereits erste Begabungen. Ricardo hat schon eine Weile Unterricht, er schlägt die Trommeln daher wie ein richtiger Profi.

„Hat jemand dieses Instrument schon mal gesehen?“ Mit einem Saxophon in der Hand begrüßt Matthias Stich als nächster die Kinder. Sie kennen es noch vom letzten Jahr und aus den Schülervorspielen. Am häufigsten trifft man das Saxophon in Musikvereinen und Bands, vor allem den Big Bands, an, die sich darum immer über Nachwuchs freuen. Wenn man den Ansatz beherrscht, hat man schon viel gewonnen. Es kitzelt die Kinder an der Unterlippe, als sie nacheinander ins Instrument blasen.

Im nächsten Raum wartet schon Nicole Krüger, um der Gruppe die Klarinette vorzustellen. „Ihr kommt gerade vom Saxophon? Ah! Das mit dem Ansatz geht hier ganz ähnlich“, lacht sie fröhlich in die Runde. Blättchen, Mundstück, Kinn, Zunge und Zähne – bis da ein Ton rauskommt, muss alles prima zusammenarbeiten. Und man braucht ganz schön viel Puste, doch darin sind sie alle schon mal sehr gut.

Danach stellen sich die Kinder in einer Reihe vor Peter Schauer auf. Natürlich weist auch die Trompete zu den anderen Blasinstrumenten einige Ähnlichkeiten auf. Und so ist die Gruppe schon richtig routiniert im Reinblasen. Den meisten gelingt auf Anhieb ein Ton. Raluca möchte die Trompete gar nicht mehr hergeben, so schön klingt sie.

Auch das Horn, das Nathalie Viehöfer den Kindern im Anschluss zeigt, hat einen Klang, der regelrecht verzaubert…– wenn man’s kann. Es heißt, es sei gar nicht so einfach zu spielen. Umso erstaunlicher, dass es den Kindern hier am einfachsten zu gelingen scheint: Die rechte Hand in den Trichter und los geht’s.

Die Querflöte ist zwar vergleichsweise leicht an Gewicht, doch – wie sich herausstellt – eben auch nicht so einfach zu spielen. Hier ist einiges bläserisches Feingefühl gefragt. Doch nach einer kurzen Umstellung, als Angeles Gomez mit den Kindern ein wenig den Ansatz geübt hat, haben sie auch das hingekriegt.

Friederike Zimmermann

„Nicole Krüger zeigt, was es alles zum Klarinettenspielen braucht.“ (Foto: Friederike Zimmermann)

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