Jugendmusikschule bot Kammermusik vom Feinsten

Abwechslungsreiche Streichermatinee in Schallstadt begeisterte das Publikum

Sie hat sich längst zu einem festen Termin etabliert und zählt mittlerweile zu den wichtigsten Jahresevents der Jugendmusikschule: Die Streichermatinee, für die sich regelmäßig kleinere und größere Ensembles zusammenfinden, um vor Publikum Kammermusik vom Feinsten zu präsentieren.
Eröffnet wurde das Konzert von drei Cello-Ensembles. Zunächst mit den feierlichen Klängen eines Beethoven-Menuetts, gespielt von einem Quartett unter der Leitung von Mika Tamura-Winklmeier. Mit Schmackes trotz ihres jungen Alters boten Katharina Dörnfelder und Gavin Steur zwei Stücke von K. und D. Blackwell und Berthold Hummel dar, bevor Insa Schepers und Fleur Steinmitz eine Sarabande von G. F. Händel zum Besten gaben.
Mit Bravour präsentierten Theresa Schmökel, Liv Faller (beide Violine) und ihre Lehrerin Ulrike Rüttgardt (Viola) zwei Stücke – ebenfalls von Händel; anschließend brachten Erstere und Sarah Skusa zwei romantische Duette von C.A. Beriot, aufmerksam begleitet von Lia Ahvlediani, zu Gehör. Erneut stand Händel auf dem Programm – genauer gesagt die Gavotte in G-Dur, durch welche die sehr junge Layla Kleiser nach nur einem Jahr Unterricht und einfühlsam unterstützt von Theresa Schmökel (am Klavier: Lia Ahvlediani) sich auf der Violine in die Herzen der Zuhörer spielte.
Einen gleichsam wunderbaren Ensemblebeitrag boten Hannah Pulkowski, Alma Gieseking (Violine), Friederike von Forster (Viola), Florian Pulkowski (Cello) und Markus Lechner (Kontrabass) – mithin ein Schüler-Lehrer-Ensemble – mit dem 2. Satz aus der „Kleinen Nachtmusik“ von W. A. Mozart. Eine echte Ausnahmeerscheinung stellte der nun folgende Beitrag eines Kontrabass-Trios mit „Green Bass Blues“ von T. Ossborne dar (Klasse Markus Lechner) dar. Mit barocken Klängen ging es weiter im g-moll Concerto von A. Vivaldi für zwei Celli (Marie Stöfken, Paula Banasch; am Klavier Petra Kaiser, Basso Continuo von Insa Hülsebusch); ein virtuoses Stück, fulminant gespielt.
Bei diesem Ensemblekonzert durfte Jacob Burgert (Klarinette, Kl. Nicole Krüger) nicht fehlen, dessen Solostimme im Streichquintett Op. 23, Nr. 3 von H. J. Bärmann über den anderen Stimmen, die ebenfalls klanglich schön ausgestaltet wurden, fast zu schweben schien (Violine: Hannah Stiefvater, Charlotte Mercier, Viola/Violoncello: Insa Hülsebusch, Yann Mangold: Violoncello).
Der abschließende Auftritt gebührte dem Faust-Streichorchester der Jugendmusikschule (Violine: Meret Zimmermann, Hannah Stiefvater, Liv Faller, Sarah Skusa, Theresa Schmökel
Violoncello: Marlene Schwind, Mirjam Breckle), eine Kooperation mit dem Faust-Gymnasium Staufen unter der Leitung von Charlotte Mercier, mit mehreren Stücken: Mit „Battalia à 10“ (H. Biber) kamen mehrere Sätze zu Gehör, deren einer das thematisierte Kampfgetümmel überaus anschaulich vor Augen führte. Beim anschließenden zweiten Satz des Konzerts für Violoncello und Orchester Nr. 1 in C-Dur von J. Haydn hatte Nicolas Seitz das Solo inne, welches er souverän und volltonig intonierte. Mit einem witzigen Stück – der „Simple Symphonie“ op. 4 von B. Britten, nur pizzicato gespielt – endete denn auch diese abwechslungsreiche und überaus gelungene Matinee, vom Publikum belohnt mit einem frenetischen Applaus.
(Text: Friederike Zimmermann /Foto: Joachim Baar)

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