Kleine Stücke ganz groß

Henry Moog spielt vierhändig mit seinem Lehrer Bernd Schäfer.

Schülerkonzert der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau in Schallstadt

Wie heißt es doch so schön: klein aber fein… Nun, dieses Schülervorspiel bestand jedenfalls aus vielen kleinen, aber feinen Einzelbeiträgen – fast ausnahmslos für Klavier (Kl. Bernd Schäfer), hie und da abgelöst von Klarinette (Kl. Nicole Krüger).
Beherzt langte Julian Seiert zu Beginn in die Tasten, hatte er doch ein „Piratenlied“ auf dem Programm. Mit Bedacht hingegen stellte Esme Schäfer ihre zwei Stückchen von Aniko Drabon vor. Überhaupt erwies sich dieser Komponist als Favorit: Auch Sinja Fischer griff auf ihn zurück – indes vierhändig im Zusammenspiel mit ihrem Lehrer; desgleichen Henry Moog, der sich tüchtig auf die Stücke konzentrierte.
Dann also der erste Klarinettenbeitrag – ein netter klanglicher Farbtupfer unter den vielen Pianist*innen – mit Lili Künstle im Duo mit Dorothea Süße zur Klavierbegleitung von Bernd Schäfer. Dann wieder zurück zum Klavier, zurück zu Aniko Drabon: Überaus musikalisch zeigte sich Fabian Schubert, der das Stück „Vogel Cha-Cha“ geradezu jazzig darzubieten verstand. Anschließend glänzte Simon Grathwol auf der Klarinette mit dem Stück „Stellar“ (Jim Sandero), das er mit Improvisationen gekonnt ausschmückte.
Eine beachtliche Eigenkomposition präsentierte Carla Linn Wolsiffer am Klavier, bevor Muriel Schäfer bravourös eine recht anspruchsvolle Etüde a-moll, op. 88,6 von Hermann Berens zu Gehör brachte. Auch Alina Fischer verstand das Publikum in ihren Bann zu ziehen; versonnen interpretierte sie das romantische Stück „Moon River“ (Henry Mancini).
Einen tänzerischen Abschluss kredenzten schließlich Simon Grathwol, Antonia Kienzler, Lili Künstle, Dorothea Süße mit ihren Klarinetten sowie deren Lehrerin Nicole Krüger (Bassklarinette) dem Publikum mit einem Klezmer von Alexis Ciesla, den sie schon vor wenigen Wochen mit sage und schreibe 17 Klarinetten aufgeführt hatten. Um es kurz zu machen: Auch diese fünf legten ihren Auftritt ‚con fuoco’ hin, wofür sie reichlich Applaus ernteten.

(Text und Fotos: Friederike Zimmermann)

Tänzerischer Abschluss der Klarinetten.

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