Man hörte und staunte: Bach

Möglicher Anwärter fürs nächste Rock-Pop-Jazz-Konzert: Josua Uhl (Kl. Isabella Guidi)

Schülerkonzert der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau in Schallstadt

Was wäre nur die Vorweihnachtszeit ohne all die schönen Schülerkonzerte, in denen wie kürzlich in der Johann-Philipp-Glock Schule die Kinder aufgeregt ihre Weihnachtslieder zum Besten geben – gehören diese doch angesichts von Heilig Abend zu den meistgeprobten Stücken überhaupt.

So versprach denn auch Fabian Schubert (Klavier, Kl. Yumi Takatsuki), nachdem er mit „Jingle Bells“ seinen Auftritt eingeläutet hatte: „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Und auch Jamie Anderson lag mit seinem Lied „O Tannenbaum“, das er neben einem kleinen Blues auf der Gitarre (Kl. Isabella Guidi) vorstellte, schon ziemlich richtig. Doch muss man schließlich auch weiterdenken: Im Anschluss beeindruckten er und Hanna Uhl (ebf. Kl. Guidi) auf der Gitarre mit „Der Frühling“ von Antonio Vivaldo, in dem die beiden – rhythmisch immer exakt im Takt – sehr genau aufeinander achteten.

Erst seit September hat der kleine Adrian Rotta Unterricht; vierhändig spielte er auf dem Klavier (Kl. Yumi Takatsuki) mit seiner Lehrerin zwei kleine Stücke von Aniko Drabon, indes seine Füße den Boden nicht berührten. Kräftig im Anschlag erwies sich sein Bruder Daniel Rotta (Kl. Yumi Takatsuki) auf den Klaviertasten, der zunächst ein rhythmisches Eisenbahn-Stück und dann ein romantisches Gondellied geradezu bildlich heraufbeschwor. Als möglicher Anwärter bei einem der nächsten Rock-Pop-Jazz-Konzerte der Jugendmusik­schule erwies sich Josua Uhl, der auf der Gitarre (Kl. I. Guidi) Sidos bekannten Song „Astronaut“ darbot. Und auch Mawuli Azaleko hatte mit ihrem selbst komponierten Stücke, in dem sie sich selbst auf der Gitarre begleitete (Kl. I. Guidi), großen Erfolg.

Die Bläser übernahmen die Bühne: Ein entzückendes Klezmerstück stellte Katharina Block (Kl. Hanna Schüly) auf der Klarinette vor, bevor Alicia Bucher auf dem Saxophon (Kl. H. Schüly) eine Bourée von – man hörte und staunte – J.S. Bach interpretierte. Zu Bachs Zeiten gab es freilich das Saxophon noch nicht; wie gut diese Liaison dennoch funktionierte. Den ganzen Reigen an Blockflöten, die es so gibt, stellte Meline Lux im zeitgenössischen Stück „Infectious“ von Daniel Hellbach vor. Sehr beeindruckend, wie sie sich darin von ganz großer zu ganz kleiner Flöte durchmusizierte, zumal mit jeweils anderer Mensur.

Zum Abschluss des Konzerts gab es passenderweise den ersten Satz der „Mondscheinsonate“ von Beethoven, den Josefine Querfurth am Klavier (Kl. Y. Takatsuki), die Elegie des Stücks wohl auskostend, stimmungsvoll zu Gehör brachte.

(Text und Fotos: Friederike Zimmermann)

Die Jugendmusikschule Südlicher Breisgau wünscht Frohe Weihnachten!

Achteten genau aufeinander: Jamie Anderson und Hanna Uhl (beide Kl. Isabella Guidi)

Von ganz groß zu ganz klein - Meline Lux stellte in ihrem Stück alle Größen der Blockflöte vor.

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