Schlagfertig oder doch eher streichzart?

Beim ‚Tag der offenen Tür’ gab es für jedes Kind das passende Instrument

„Wie schön, dass trotz des schönen Wetters so viele gekommen sind“, bedankte sich Isabel Lehmann, die Bereichsleiterin der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau im Hexental, gerührt bei den zahlreichen Anwesenden des Schülerkonzerts, das einen erfolgreichen ‚Tag der offenen Tür’ abrundete. „Es war unglaublich viel los, bei der Instrumentenvorstellung wurde uns schier die Bude eingerannt“, fügte sie erfreut hinzu.

In der Tat hatte dieses Jahresereignis, das die Jugendmusikschule Südlicher Breisgau in Kooperation mit dem Musikverein Merzhausen in der Hexentalschule durchführte, großen Zulauf erfahren. Draußen wurden die Ankommenden klangvoll schon von weitem durch die jungen Musiker*innen des Musikvereins Merzhausen begrüßt. Drinnen im Foyer konnte man sich bei Kaffee, Saft, Brezeln und Kuchen – ebenfalls ein Angebot des Musikvereins – stärken, bevor es schließlich daranging, in den Klassenzimmern bei den Lehrer*innen der Jugendmusikschule die vielen verschiedenen Instrumente auszuprobieren, welche man an dieser Einrichtung erlernen kann.

Eine solche Gelegenheit wollten sich zahlreiche Familien mit ihren Kindern nicht entgehen lassen. Wann sonst hat man schon die Gelegenheit, solch eine Vielfalt an Instrumenten – und auch die betreffenden Lehrer*innen – kennenzulernen. Wer wollte, durfte natürlich selbst Hand oder (bei den Blasinstrumenten) Mund anlegen. Bei der Oboe etwa ist es gar nicht so einfach einen Ton herauszubekommen. Doch die siebenjährige Mathilda hat es geschafft. Befriedigt lächelnd setzte sie das Instrument ab, die Klangfarbe hat ihr gefallen, und ja, sie hätte schon Lust das Instrument näher kennenzulernen. Auch der Ansatz beim Querflöte-Spielen will gelernt sein. Und wie herum hält man nochmal den Cellobogen?

Aus dem Nebenraum erklang ein Streichquartett, dem kleine wie große Zuhörer andächtig lauschten, bevor sie diese Wunderdinger namens ‚Geige’, ‚Cello’ oder ‚Kontrabass’ aus der Nähe begutachteten. Einige Klassenzimmer weiter hatten sich etliche Interessierte um ein Schlagzeug versammelt. Temperamentvoll und konzentriert trommelte der kleine Fabian vor sich hin, bevor er schließlich der etwas älteren Elena Platz machte. Erstaunt stellte diese fest, dass die Koordination von Hand und Fuß, wenn schon nicht auf Anhieb, so doch auf den dritten oder vierten Hieb immer besser klappte.

Wer eine kleine Pause brauchte, konnte sich im Foyer entweder am reichen Angebot des Musikvereins laben oder über dessen Instrumentenverleih informieren. Und auch draußen bot der rührige Verein gleich mehrere Kostproben, darunter welche zum Mitmachen wie etwa das ‚Letz Fetz’, eine Kooperation zwischen Musikverein und Hexentalschule.

Sei es an Cello, Kontrabass oder Violine; sei es an Querflöte, Oboe, Klarinette, Trompete oder Fagott; sei es an Klavier oder Schlagzeug – ob man nun eher schlagfertig oder doch streichzart veranlagt ist, hier gab es für jedes Kind das passende Instrument. Und wer beim Instrumenten-Quiz, vielmehr einer Art Schnitzeljagd, alle Fragen beantworten konnte, wurde zum Schluss auch noch mit einem Lolli belohnt.

(Text und Fotos: Friederike Zimmermann)

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