Hokuspokus Simsalasing

Zauberhaftes Mitmachkonzert der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau in Staufen

STAUFEN. Erst vorspielen, dann mitmachen, so lautete die Devise des ersten Simsalasing-Mitmachkonzerts der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau: Kinder musizieren für und mit Kindern – und den Eltern, die selbstverständlich auch dabei waren. Was für eine nette Idee; und so waren die vielen Bodenkissen schnell von quirligen Vier- bis Sechsjährigen besetzt, die erwartungsvoll in Richtung Bühne blickten. Doch bevor es richtig losging mit der Musik, studierte Nathalie Viehöfer (Gesamtorganisation und Bereichsleitung) mit den Kindern sicherheitshalber noch einen gemeinsamen Zauberspruch ein. Schließlich weiß man nie, wozu der später gut ist…

Ob es wohl daran lag, dass die Begrüßungs-Raps, aufgeführt von den Ganztagskindern der Musikwerkstatt an der Thaddäus-Rinderle-Schule (Leitung: Nathalie Viehöver), so zauberhaft klangen? Oder dass Esme und Muriel Schäfer das junge Publikum im Nu in ihren Bann zogen, als sie vierhändig „Piratenlied“ und „Tanzparty“ zu Gehör brachten und im Anschluss das Klavier vorstellten? Wie viele Tasten hat ein Klavier? Nun, es sind 88 – daran lässt sich schwerlich rütteln –, davon 36 schwarze. Dass aber das Klavier „alles mitmacht, selbst wenn ich noch so laut spiele!“ – das kann ja wohl nicht mit rechten Dingen zugehen.

Wieder kam ein neues Instrument zum Zuge: Die Blockflöte, feengleich gespielt von Marie Geiger und Lucy Beisiegel (Kl. Ulrike Wehrmeister). Indes, eine (Sopran-)Flöte macht ja nicht gerade viel her. „Gibt’s die nicht auch größer?“, fragte daher Nathalie Viehöver in die Runde. Vielleicht hilft ja der Zauberspruch? Alle, wirklich alle Kinder halfen mit, aus der Sopranflöte eine Altflöte zu machen, da bedurfte es nur noch eines Griffs in die Zauberkiste. Doch Nathalie Viehöver war noch immer nicht zufrieden. Also, alles zusammen nochmal losgezaubert! Doch, oh weh, anstatt der größeren Flöte kam eine Piccoloflöte zum Vorschein. Hat etwa ein Kind nicht richtig mitgezaubert? „Ja“, meldete sich ein klägliches Stimmchen, „ich…“. Beim nächsten Mal hat’s dafür geklappt: Aus der kleinen wurde eine richtig große Bassflöte. Na, da werden sich zuhause noch so manche Eltern wundern.

Könnte das wohl auch mit der Klarinette klappen? Filiz Tarkan und Merle Viehöver gaben jedenfalls ihr Bestes, und am Ende hielt auch ihre Lehrerin Nicole Krüger eine prächtige Bassklarinette in die Höhe. Ob mit Klarinette, Trompete oder Horn… für viele Kinder waren dies ganz neue Klangeindrücke. Mehrere Singspiele, bei denen auch die Früherziehungs­gruppe des St. Martin Kindergartens auftrat, rundeten das muntere Musikkarussell ab. Und als Kerstin Bögner zum Schluss das Lied „Ich bin der Stimmakrobat“ (von Uli Führe) anstimmte, wurden die Kinder noch einmal kräftig zum Singen aufgefordert. Denn das schönste und größte Instrument überhaupt, unsere Stimme, haben wir schließlich immer bei uns.

(Text und Fotos: Friederike Zimmermann)

Hier geht's zum BZ-Artikel vom 13. April 2019

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