Musikalisch differenziert – Schülerkonzert in Staufen

Abwechslungsreiches Programm im Stubenhaus

STAUFEN. Einmal mehr durfte das Stubenhaus zum „Schauplatz“ spezieller Ohrengenüsse werden – dieses Mal beim Schülerkonzert der Jugendmusikschule, die hier ein abwechslungsreiches Programm vorstellte. Den grandiosen Einstieg machte das aus Tobias Müller, Lucas Schneider und Tim MacLeod bestehende Trompetentrio (Kl. Silke Asmuss) mit dem Stück „It was a lover and his lass“ von Thomas Morley (1557-1602). Anschließend bot Hanna Keller auf der Blockflöte mit „The Division Flute“ (Kl. Bettina Boysen, am Klavier: Bernd Schäfer) einen etwas beschaulicheren Beitrag, bevor Carla Linn Wolsiffer auf dem Klavier die zahlreichen Variationen von „Les Folies d’Espagne“ (Michel Corrette) auswendig erklingen ließ (Kl. B. Schäfer).

Wie aus einem Guss erklang „Les Fleurs (Anemones)“ von Philibert Delavigne, dargeboten von Mareike Ahrets im Duo mit ihrer Lehrerin auf der Blockflöte (Kl. B. Boysen). Agogisch differenziert interpretierten David End und Bernd Schäfer vierhändig den kommenden Beitrag von Aniko Drabon. Anrührend war der Auftritt von Celine Geiger (Kl. Ulrike Wehrmeister), die auf der Flöte im Duo mit ihrer Mutter (Klavier) ein Kinderlied vortrug. Auch die beiden jungen Flötentrios (Dorothea Süße, Linus Auberle – bzw. Amelie und Joel Schowalter, jeweils mit Lehrerin U. Wehrmeister) konnten sich mit ihren Stücken durchaus hören lassen.

Immer wieder trat Lenni Wyneken (Kl. B. Schäfer) in den Schülerkonzerten auf und zeigte enorme Fortschritte: Komplett auswendig interpretierte er heute das lange Stück „Rondo alla Turca“ von Friedrich Burgmüller. Desgleichen glänzte Maria Kuttruff (Kl. B. Schäfer) mit einer Etüde von Moritz Koszkowski. Bei einem Schülerkonzert darf auch Beethovens Lehrstück „Für Elise“ (fast) nicht fehlen – dieses Mal vorgetragen mit viel Gefühl fürs Feine von Luca Keil (Kl. Hermann Haege). Dem setzte die junge Sarah Maier (Kl. H. Haege) noch eine Krone auf: Musikalisch überaus differenziert gestaltete sie zunächst das Andante aus der Sonate op. 49,1 von L. v. Beethoven, bevor sie – ein echter Genuss, am Flügel fast schon tanzend – den Walzer h-moll von Frederic Chopin (op. Posth. 69, Nr. 1) interpretierte.

Weiter ging’s mit Stücken aus der Unterhaltungsbranche. Leicht und sichtlich mit Freude blies Tim MacLeod auf der Trompete (Kl. S. Asmuss) das bekannte „Take Five“ von Paul Desmond. Dreistimmig stellten Rebecca Sachweh, Hanna Luchte und Maike Röhm (Lehrerin) auf der Querflöte das durch Frank Sinatra bekannt gewordene Stück „My Way“ vor. Dann durften zum großen Entzücken der Zuhörer die Ersten des Abends auch wieder die Letzten sein: Mit Bravour beschlossen Tobias Müller, Lukas Schneider und Tim MacLeod mit George Gershwins „I got rhythm“ als Trompetentrio das Konzert.

Friederike Zimmermann

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